Das Pflegeneuausrichtungsgesetz PNG

Die wichtigsten Änderungen des PNG

Durch den Erlass des sogenannten „Pflege-Neuausrichtungsgesetz“ (kurz: PNG) hat der Gesetzgeber das Pflegeversicherungsrecht geändert.
Wir möchten ihnen hier die wichtigsten Änderungen vorstellen.

Mehr Geld für Menschen mit „erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz“:

Wenn sie von der Pflegekasse aufgrund einer Demenzerkrankung oder einer vergleichbaren geistigen Einschränkung sogenannte „zusätzliche Betreuungsleistungen“ in Höhe von 100 € oder 200 € monatlich beanspruchen können, wird ihnen im Rahmen ihrer Pflegestufe mehr Geld zur Verfügung gestellt. Wie viel mehr Geld ihnen zur Verfügung steht, richtet sich nach ihrer Pflegestufe.

Monatliches Pflegegeld

PflegestufeLeistungen
bisher
Leistungen
neu
Verbesserung
um
Betreuungs-
leistungen
00 €120 €120 €100 € / 200 €
1235 €305 €70 €100 € / 200 €
2440 €525 €85 €100 € / 200 €
3700 €700 €0 €100 € / 200 €

Monatliche Sachleistungen

PflegestufeLeistungen
bisher
Leistungen
neu
Verbesserung
um
Betreuungs-
leistungen
00 €225 €225 €100 € / 200 €
1450 €665 €215 €100 € / 200 €
21.100 €1.250 €150 €100 € / 200 €
31.550 €1.550 €0 €100 € / 200 €

Pflegekunden, die ab 01.01.2013 in der Pflegestufe 0 eingestuft sind, haben auch zusätzlich Anspruch auf Verhinderungspflege. Im Jahr sind dies 1550 € für die Entlastung Angehöriger oder bei Verhinderung der Pflegeperson z. B. durch Urlaub.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch MDK-Begutachtung

Die Ersteinstufung zur Pflegebedürftigkeit soll beschleunigt werden, indem innerhalb von 28 Tagen über eine Einstufung entschieden werden muss. Hält die Pflegekasse sich nicht an diese Vorgabe, muss sie bis zur Einstufung den Antragstellern 70 € pro Woche als Starthilfe zur Verfügung stellen, um den ersten Bedarf an Leistungen überbrücken zu können.

Die Pflegekassen müssen Antragsteller innerhalb von 14 Tagen einen Pflegeberater nennen oder ihnen einen Beratungsgutschein ausstellen.
Falls Sie Fragen zu den Neuerungen haben, beraten wir Sie gerne!